Suche nach Maserung an Kanten, prüfe Gewicht und sichtbare Endholzflächen, um Massivholz von furnierten Platten zu unterscheiden. Kleine Dellen lassen sich anfeuchten und vorsichtig ausdämpfen. Anstelle grober Schleifgänge genügt oft ein feines, gleichmäßiges Anschleifen. Risse stabilisierst du mit Holzleim und passendem Kitt. Reinige die Oberfläche mit mildem Seifenwasser und trockne langsam. Teste Finishs wie Öl, Wachs oder Lack an verdeckter Stelle. So bewahrst du Substanz und erreichst einen warmen, robusten Charakter, der lange Freude bereitet.
Beschläge, Scharniere und Gestelle erzählen von der ursprünglichen Qualität eines Möbels. Entferne Rost behutsam mit Messingbürste oder feiner Stahlwolle, arbeite langsam und kontrolliert. Bei Lackresten helfen umweltverträgliche Abbeizer in dünnen Schichten. Entfette anschließend mit mildem Reiniger und trockne gründlich. Ein transparenter Schutz wie Wachspolitur oder ein dünn aufgetragener Klarlack verhindert neues Anlaufen. Fehlende Schrauben durch passende, gut sitzende Alternativen ersetzen. So bleiben Form, Funktion und Geschichte erhalten, während die Mechanik zuverlässig, leise und angenehm zu bedienen wird.
Bezüge, Vorhänge und Kissen gewinnen durch Reinigung, kleine Reparaturen und bewusste Farbakzente enorm. Nutze milde Waschmittel, kalte Vorwäsche und Lufttrocknung. Flecken testest du punktuell, bevor du großflächig vorgehst. Stoffe mit fester Bindung eignen sich für Bezüge, locker gewebte eher für Vorhänge. Naturfasern wie Leinen und Baumwolle atmen besser und lassen sich leichter färben. Wähle wasserbasierte, zertifizierte Farben und fixiere sorgfältig. Einfache Nähte, verdeckte Reißverschlüsse und Patchwork-Reste sparen Material, bringen Charakter und schonen den Geldbeutel.